viernes, 5 de junio de 2009

Die Seen

Peblinge Sø mit Dronn. Louises Bro und Søtorvet im Hintergrund, (c) 2009 Chaulafanita

Kopenhagen ist eine Stadt am Wasser und eine Stadt mit Wasser. Westlich der Innenstadt (und des Innenhafens), zwischen dieser und den Vierteln Vesterbro (im Süden), Nørrebro (im Westen) und Østerbro (im Norden) befinden sich eine Reihe von Wasserbassins, die viele für Kanäle halten. Sie sind aber keine, was man schon daran erkennt, dass man auf dem Wasser unter mehreren der Brücken nicht durchkommt und damit die Transportfunktion verunmöglicht ist. Tatsächlich sind es künstliche Seen, die zunächst Stadtverteidigung und Mühlenbetrieb, dann der Wasserspeicherung und nun in erster Linie als Naherholungsgebiete dienen. Sie beziehen ihr Wasser über kanalisierte Zuleitungen aus dem Utterslev-Moor, dem Emdrup-See und dem Damhus-See.

Der nördliche der Seen, Sortedams Sø, liegt zwischen der Østerbrogade (die als Dag Hammarskjölds Allé am Bahnhof Østerport vorbeiführt) und Dronning Louises Bro, einer Brücke, auf der die Nørregade vom Bahnhof Nørreport ins Viertel Nørrebro führt. Sortedams Sø besteht aus zwei Teilen, die durch die Fredensbro geteilt werden, die der Sølvgade (vom Botanischen Garten bzw. dem Staatlichen Kunstmuseum aus) zur Überquerung dient. Im See befinden sich die Inseln Fiskeøen und Fugleøen, auf denen Vögel brüten. Auf Fugleøen wurde im Oktober 1967 von "Befreiern" eine freie Republik ausgerufen. Die Anlage dieses Sees begann im 16. Jahrhundert, als der ältere Peblinge Sø nach Norden hin erweitert wurde, um der Stadt besseren Schutz zu bieten.

Peblinge Sø, der mittlere der drei Seen, ist der ältere. Er liegt heute zwischen Dronning Louises Bro (Nørregade) und Gyldenløvesgade (die vom Rathausplatz Richtungs Nordwesten führt) im Süden. An der Brücke der Gyldenløvesgade liegt stadtauswärts rechterhand der Søpavillon, ein weißes Holzgebäuhde mit orientalischem Touch von Vilhelm Dahlerup (1893-4), das heute ein Restaurant beherbergt und vor dem sich ein kleiner Steg befindet, den die örtlichen Schwäne für sich eingenommen haben.

Sct. Jørgens Sø mit Gyldenløvesgade und Søpavillion im Hintergrund, (c) 2009 Chaulafanita
Der südlichste der Seen, Sankt Jørgens Sø, liegt zwischen der anderen Seite der Gyldenløvesgade-Brücke und Gammel Kongevej, wo sich an seinem Südostufer das Planetarium von Kopenhagen befindet. Dieser See besteht ebenfalls aus zwei Bassins, die durch die Kampmannsgade getrennt werden. Er entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts, ebenfalls als Erweiterung des Peblinge Sø.

In den 1720er Jahren wurden die Peblinge- und Sortedam-Seen auch als Wasserversorgung vertieft und neu aufgestaut. Im 19. Jahrhundert verloren sie durch Probleme mit der Wasserqualität zunehmend die Funktion als Wasserreservoir an den Sankt Jørgens Sø, der heute mit vier bis fünf Metern Tiefe etwa doppelt so tief ist wie die anderen beiden. Stattdessen wurden die beiden nördlichen Seen zur Naherholungsgebieten der wachsenden Stadt, 1878 wurde die erste Brücke durch sie gebaut, 1894 der Seepavillon. In den 1920er Jahren wurden sie nach Plänen des Architekten Poul F. Holsøe und des Landschaftsplaners Valdemar Fabricius Hansen mit neuer Einfriedung und Promenaden versehen. 1959 verlor auch der Sankt Jørgens Sø seine Funktion als Reservereservoir für Wasser. In den 1990er wurde, gleichzeitig mit der Erneuerung der älteren Promenade auch um den südlichen See eine Promenade angelegt, so dass Spaziergänger nun bequem auf einem etwa 6,5 km langen Weg um die Seen flanieren können.


Details:

Dänisch: Søerne
Adresse: zwischen Østerbrogade (Norden), Gammel Kongevej (Süd), Vester, Nørre und Øster Søgade (Osten) und der Promenade (Svineryggen, Peblinge Dossering, Sortedam Dossering) (Westen)
Metro/S-tog: Vesterport (am nächsten, Süden), Forum oder Nørreport (Mitte, Metro), Østerport (Norden)
Öffnungszeiten: immer
Eintritt: frei
Homepage: www.visitcopenhagen.com oder Wikipedia (englisch)

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