Die Petrikirche ist die älteste noch als Gebäude bestehende Kirche Kopenhagens und das älteste Gebäude im Stadtzentrum. Ihr Vorgängerbau wurde 1304 erstmals erwähnt, brannte aber 1386 ab. Eine neue Kirche wurde daraufhin gebaut, von der ein Teil heute den unteren Teil des Turms (oben) bildet, der vermutlich aus dem frühen 15. Jahrhundert stammt (der obere Kupferteil ist von 1757), ebenso das Mittelschiff auf dem zweiten Bild, das sich neben dem Turm befindet. Der heutige Haupteingang befindet sich am 1631 bzw. 1634 angebauten Querschiff (mit Barockportal von Diedrik Gercken von 1731). Auf diese Weise entstand eine Kreuzkirche, an die in den 1690er Jahren ein zweites Nordschiff, der heutige "Christian V.-Saal" hinter der Orgel, angebaut wurde, weil die Kirche zu klein geworden war. Letzerer war auch Bauherr des nach ihm benannten Teils, während das ältere Querschiff unter König Christian IV. erbaut wurde. Durch den Christian V.-Saal gelangt man auch zu den Grabkapellen.
Die deutsche Gemeinde hat heute ca. 500 Mitglieder, die entweder und/oder zur Dänischen Volkskirche, zur EKD gehören oder asoziiert sind, etwa als Katholiken. Die Kirche selbst gehört dem dänischen Staat und wird von der staatlichen Schloss- und Liegenschaftsgesellschaft verwaltet.
Diese Informationen stammen von der Homepage der Kirche, aus der Wikipedia und von der Schloss- und Liegenschaftsverwaltung. Ich habe die Kirche bisher nur von aussen gesehen, aber da sie ziemlich nah an meinem Arbeitsplatz liegt, ist die die wahrscheinlich von mir meistbetrachtete Sehenswürdigkeit der Stadt.
Heute (17. März) war ich übrigens für ein paar Minuten drin. Wie alle lutherischen Kirchen ist sie recht kahl, d.h. weiß gekalkt, von innen. Es gibt einen goldglänzenden Altar, eine silberglänzende, ziemlich neu aussehende Orgel und ein sehr grosses Gemälde auf der linken Seite des Haupteingangs. Der Christian V.-Saal ist schöner, mit Holzfussboden, und scheint vor allem für Veranstaltungen (z.B. Klavierkonzerte) genutzt zu werden. Der Teil mit den Grabkapelle scheint attraktiver als die Kirche selbst zu sein, allerdings haben wir nur einen Blick durch die geschlossene Tür in diesen Teil riskiert.
Übrigens gibt es laut Danmarks Statistikbank 6096 deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit Wohnsitz in der Hauptstadtregion Dänemark (und 103 Ecuadorianerinnen und Ecuadorianer; Stand: 1.1.2009).
Details:
Dänisch: Sankt Petri Kirke
Adresse: Sankt Pedersstræde 2 (Ecke Nørregade/Sankt Pedersstræde)
Metro/S-tog: Nørreport
Öffnungszeiten: 1. März-30. November Di-Sa 11-15h (Grabkapellen) und zu Gottesdiensten
Eintritt: offenbar frei; für die Grabkapellen Erwachsene 25 dkk, Schüler, Studenten, Rentner 20 dkk, Kinder bis 15 Jahre frei.
Homepage: http://www.sankt-petri.dk