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viernes, 1 de mayo de 2009

Christians Kirke

Christians Kirke (innen), (c) 2009 Chaulafanita
Eine zweite gern gesuchte Art von Sehenswürdigkeit, durch die Suchmaschinen Menschen hierher führen, sind Kirchen. Daher in diesem Post also noch eine: Die Chistianskirche in Christianshavn, früher als "Friedrichs Deutsche Kirche" (Frederiks Tyske Kirke) die zweite lutheranische deutsche Kirche in Kopenhagen. Sie befindet sich am zum Stadtzentrum gelegenen Rand von Christianshavn hinter den Gebäuden von Nordea rechter Hand der Brücke (Knippelsbro) in der Seitenstraße Nikolai Eigtveds Gade/Strandgade.

Die Kirche wurde von Nicolai Eigtved entworfen, dem Meister des dänischen Rokoko und Architekten von Schloss Amalienborg und vielen anderen Gebäuden, und zwischen 1754 und 1759 für die deutsche Minderheit im neuen Stadtteil Christianshavn errichtet. Dieser war seit 1618 auf Geheiß von Christian IV. entstanden, während die Kirche von dessen Nachfolger Friedrich V. mehr als 100 Jahre später in Auftrag gegeben wurde (die wachsende deutsche Minderheit hatte vorher die Vor Frelsers Kirke mitbenutzt), weshalb sie dann auch Friedrichs Deutsche Kirche hieß, bis sie 1901 in Christianskirche umbenannt wurde. Da der Bau durch eine Lotterie finanziert wurde, war die im Volksmund früher auch als Lotteriekirche bekannt.

Christians Kirke (außen), (c) 2009 ChaulafanitaVon außen ist die die Kirche nicht besonders auffällig; sie ist aus gelbem Backstein errichtet, wobei der Turm einen Sandsteinmantel hat. Der kupferne Turmhelm stammt von Eigtveds Schwiegersohn G.D. Anthon, der auch die Ausführung des Baus nach dem Tod des Architekten übernahm.

Besonders ist jedoch das Innere. Es besteht (neben dem Eingang im Turm) aus einem Raum, der aber nicht wie die meisten Kirchen längs, sondern quer ausgerichtet ist. Ein bedeutender Teil der Plätze findet sich in dreistöckigen Logen, die vom eigentlichen Innenraum durch Fenster getrennt sind. Vorn befindet sich ein Altar, der einer Bühne ähnelt. Das alles macht, dass die Kirche wie ein Theater aussieht und tatsächliche eine Zweitnutzung als Saal für Konzerte mit klassischer Musik und andere Werke benutzt wird.

Details:
Dänisch: Christians Kirke
Adresse: Strandgade 1, 1401 København K
Metro/S-tog: Christianhavn
Öffnungszeiten: März bis Oktober 8-18h, November bis Februar 8-15h (Messen, etc., beachten)
Eintritt: frei
Homepage: http://www.christianskirke.dk/

domingo, 19 de abril de 2009

Kongens Have

Kongens Have con sol, (c) Chaulafanita 2009
Die Dänen sind Nordeuropäer und in Nordeuropa ist es kalt, wenn auch nur ein bisschen mehr als in Norddeutschland, womit die Dänen zu Südnordeuropäern werden (weshalb manchen von ihnen sich als Italiener von Skandinavien sehen). In jedem Fall scheint im Winter in Kopenhagen recht wenig die Sonne, zwischen November und Februar im Schnitt 1,5 Stunden pro Tag, und das nicht nur wegen der kürzeren Tage, sondern insbesondere durch eine persistente Wolkendecke. Man kann den Einheimischen also nicht verübeln, wenn man sie im Winter kaum auf der Straße oder im Park (siehe unten, am 1. Februar 2009) sieht.

Das ändert sich schlagartig an den ersten sonnigeren und wärmeren Tage im Frühling wie in diesem Jahr am 4. April 2009 (Bild oben). Das gesellschaftliche Leben verlagert sich nach außen und die Straßen, Plätze und Parks füllen sich schlagartig mit Leben. Der älteste und beliebteste Park der Innenstadt ist Kongens Have, der königliche Garten von Schloss Rosenborg.

Kongens Have en febrero, (c) 2009 ChaulafanitaWie die meisten älteren Gebäude in Kopenhagen hängt auch der Garten mit dem niederlande-begeisterten Christian IV. zusammen, der ab 1606 ein Stück Land nordöstlich der damaligen Innenstadt erwarb, auf der ursprünglich ein Lusthaus (eine Art Kulturzentrum nach Renaissance-Mode) errichtete, das von einem Lustgarten umgeben war. Bis 1634 wurde das Lusthaus von niederländischen Architekten mehrfach umgebaut und erweitert, bis das heutige Schloss entstand, von dem in einem späteren Post die Rede sein soll.

Der Gartenpark jedenfalls war ursprünglich renaissantistisch geprägter Lustgarten, der in planvoll symmetrischer Anlage - Teile des heutigen Wegenetzes sind noch oder wieder die ursprünglichen - repräsentative Elemente mit Nutzpflanzen, Kräuter und Obst, verband. Der heutige Betreiber, die staatliche Schloss- und Liegenschaftsgesellschaft, bemüht sich, diesen Charakter u.a. nach Plänen des Gartenbauers Otho Heyder (1649) und der Pflanzenliste des königlichen Botanikers Otho Sperling (1642) wiederzuerwecken. Der Park hat nämlich über die Jahre verschiedene Umformungen, von der Rennaissance über Barock hin zu romantischem Stil, erfahren.

Verschiedene Könige, Regierungen, Bildhauer und Gartenarchitekten haben mit Skulpturen ihre Spuren hinterlassen, darunter noch unter Christian IV. aufgestellte Kupferlöwen, die 1663 von Frederik III. in den Garten umgesetzte Skulptur "Pferd und Löwe" von Peter Husum (1617), der Herkules-Pavillon (heute mit Teehaus) von Caspar Frederik Harsdorff (1773) zur Unterbringung u.a. der spätbarocken Herkules-Statue, die Frederik IV. 1707/08 in Italien von Bildhauer Giovanni Baratta erworben hatte, sowie die Denkmäler für Hans Christian Andersen-Denkmal von August Saaby (1880) und den radikalliberalen Politiker Viggo Hørup (1841-1902) von Jens Ferdinand Willumsen (1908).

Insgesamt hat der Gartenpark eine Fläche von ca. 12 Hektar und beherbergt auch ein Staudenbeet von 250 Metern Länge. Er ist seit dem Anfang des 18. Jahrhunderts öffentlich zugänglich, nachdem Rosenborg seit 1710 nur noch sporadisch vom Königshaus genutzt wurde.

Details:
Dänisch: Kongens Have, Rosenborg Slotshave
Adresse: Øster Voldgade 4 B, 1350 København K (Eingänge auch von Gothersgade, Sølvgade und Kronprinsessegade)
Metro/S-tog: Nørreport
Öffnungszeiten: täglich ab 7 Uhr (bis zur Dämmerung, aktuelle Schließungszeiten jeweils an den Eingängen ausgestellt)
Eintritt: frei
Homepage: http://www.ses.dk/en/SlotteOgHaver/Slotte/RosenborgSlotOgKongensHave/kongenshave.aspx

lunes, 16 de marzo de 2009

Die Petrikirche


Die Petrikirche ist die älteste noch als Gebäude bestehende Kirche Kopenhagens und das älteste Gebäude im Stadtzentrum. Ihr Vorgängerbau wurde 1304 erstmals erwähnt, brannte aber 1386 ab. Eine neue Kirche wurde daraufhin gebaut, von der ein Teil heute den unteren Teil des Turms (oben) bildet, der vermutlich aus dem frühen 15. Jahrhundert stammt (der obere Kupferteil ist von 1757), ebenso das Mittelschiff auf dem zweiten Bild, das sich neben dem Turm befindet. Der heutige Haupteingang befindet sich am 1631 bzw. 1634 angebauten Querschiff (mit Barockportal von Diedrik Gercken von 1731). Auf diese Weise entstand eine Kreuzkirche, an die in den 1690er Jahren ein zweites Nordschiff, der heutige "Christian V.-Saal" hinter der Orgel, angebaut wurde, weil die Kirche zu klein geworden war. Letzerer war auch Bauherr des nach ihm benannten Teils, während das ältere Querschiff unter König Christian IV. erbaut wurde. Durch den Christian V.-Saal gelangt man auch zu den Grabkapellen.

Die Kirche war zunächst katholisch, bis Dänemark in den 1530ern reformiert wurde. Sie wurde daraufhin 1537 stillgelegt, das Gebäude diente als Kanonen- und Glockengießerei. Die Kirche wurde als solche reaktiviert (und unter Leitung von Hans van Steenwinckel dem Älteren wieder instand gesetzt), als Frederik II. sie 1585 der deutschen lutherischen Gemeinde Kopenhagens übergab, die bis Mitte des 19. Jahrhunderts einen bedeutenden Teil der Elite der Stadt umfasste. Nach den beiden Schleswigschen Kriegen zwischen 1848 und 1864 wurde das deutsche Element zunehmend zurückgedrängt, und damit verlor auch die Kirche an Bedeutung. 1994 wurde sie renoviert.

Die deutsche Gemeinde hat heute ca. 500 Mitglieder, die entweder und/oder zur Dänischen Volkskirche, zur EKD gehören oder asoziiert sind, etwa als Katholiken. Die Kirche selbst gehört dem dänischen Staat und wird von der staatlichen Schloss- und Liegenschaftsgesellschaft verwaltet.

Diese Informationen stammen von der Homepage der Kirche, aus der Wikipedia und von der Schloss- und Liegenschaftsverwaltung. Ich habe die Kirche bisher nur von aussen gesehen, aber da sie ziemlich nah an meinem Arbeitsplatz liegt, ist die die wahrscheinlich von mir meistbetrachtete Sehenswürdigkeit der Stadt.

Heute (17. März) war ich übrigens für ein paar Minuten drin. Wie alle lutherischen Kirchen ist sie recht kahl, d.h. weiß gekalkt, von innen. Es gibt einen goldglänzenden Altar, eine silberglänzende, ziemlich neu aussehende Orgel und ein sehr grosses Gemälde auf der linken Seite des Haupteingangs. Der Christian V.-Saal ist schöner, mit Holzfussboden, und scheint vor allem für Veranstaltungen (z.B. Klavierkonzerte) genutzt zu werden. Der Teil mit den Grabkapelle scheint attraktiver als die Kirche selbst zu sein, allerdings haben wir nur einen Blick durch die geschlossene Tür in diesen Teil riskiert.

Übrigens gibt es laut Danmarks Statistikbank 6096 deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit Wohnsitz in der Hauptstadtregion Dänemark (und 103 Ecuadorianerinnen und Ecuadorianer; Stand: 1.1.2009).

Details:
Dänisch: Sankt Petri Kirke
Adresse: Sankt Pedersstræde 2 (Ecke Nørregade/Sankt Pedersstræde)
Metro/S-tog: Nørreport
Öffnungszeiten: 1. März-30. November Di-Sa 11-15h (Grabkapellen) und zu Gottesdiensten
Eintritt: offenbar frei; für die Grabkapellen Erwachsene 25 dkk, Schüler, Studenten, Rentner 20 dkk, Kinder bis 15 Jahre frei.
Homepage: http://www.sankt-petri.dk